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Am 24.06.2022 erhält Dorle Dengg den Bayerischen Verfassungsorden,


verliehen durch die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner


Frau Dorle Dengg hat mit dem Kieferer Puppentheater einen Ort geschaffen, der Kinder seit mittlerweile stolzen 40 Jahren in die Welt der Phantasie entführt und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Pflege von regionaler Mundart, Tradition und Brauchtum leistet. Mit von ihr selbst geschriebenen Stücken greift sie u.a. aktuelle gesellschaftliche Themen auf und präsentiert sie mit Hilfe der Handpuppen dem Publikum so anschaulich und mitreißend, dass sie auch für kleine Zuschauerinnen und Zuschauer greifbar und begreifbar werden. Nach der Vorführung bietet Frau Dengg den Kindern zudem stets die Möglichkeit, das im Stück Erlebte bei gemeinsamem Basteln und Gestalten zu vertiefen und zu verarbeiten. So werden Themen wie Umwelt und Geschichte, aber auch Eigenheiten der Region sowie die besondere Lebenswelt der Menschen vor Ort spielerisch und kreativ bearbeitet. Kinder werden so nachhaltig zur Beschäftigung mit ihrer Umgebung, mit örtlichen Traditionen und Bräuchen angeregt und können gleichzeitig gestalterische Möglichkeiten und die Welt der Sprache und der Kunst für sich entdecken. Frau Dengg fördert all dies seit Jahren durch ihr persönliches Engagement im Kieferer Puppentheater, das sie zunächst für ihre eigenen Kinder geschaffen hatte und das heute zu einem Anziehungspunkt für Groß und Klein im Inntal und weit darüber hinaus geworden ist. Um ein Weitertragen der Geschichten auch über die Region und die Zeit hinaus zu ermöglichen, veröffentlicht Frau Dengg all ihre Stücke zudem im Eigenverlag. Sie trägt auf diesem Weg dazu bei, die Kultur in Bayern zu pflegen und zu erhalten.

Ein Grußwort des Landrats Otto Lederer zur Neuauflage unseres Jubiläumsbuchs


Im Juni 2022 konnte Dorle Dengg aus den Händen von Landtagspräsidentin Ilse Aigner den Bayerischen Verfassungsorden entgegennehmen. Eine seltene Auszeichnung für verdiente Persönlichkeiten, die noch seltener an Kulturschaffende vergeben wird. Dazu gratuliere ich ganz herzlich!


Aber Dorle Dengg ist ja auch eine „ganz besondere Kulturschaffende“. Seit über 40 Jahren begeistert sie junge Zuschauerinnen und Zuschauer (und auch die Erwachsenen!) mit ihrem Kieferer Puppentheater, insbesondere mit ihren so liebenswert gestalteten Handpuppen, die sie in ihrem „Theaterhäusl“ zum Leben erweckt. Und Corona geschuldet hat sie in ihrem Garten gar ein kleines Amphitheater geschaffen.


Liebevoll, anschaulich, aber auch mitreißend erzählt sie in ihren zahlreichen Puppenspielen Geschichten aus dem Inntal ‐ und weit darüber hinaus ‐ und entführt uns in ganz eigene Phantasiewelten.


Zudem sensibilisiert sie spielerisch die Kinder für ihre Umwelt, für die (bayerische) Sprache, für die Bedeutung von Gemeinschaftssinn und Rücksichtnahme.


Und dies vor allem, wenn Dorle Dengg die Kinder dazu animiert, selbst künstlerisch aktiv zu werden. Durch das Nachspielen ihrer Stücke, durch das Selberbasteln von Bühnen und Puppen.


Deshalb ‐ in Abstimmung mit unserem Staatlichen Schulamt ‐ ein Appell an alle Grundschullehrerinnen und ‐lehrer in der Region: sprechen Sie Dorle Dengg an, besuchen Sie mit Ihren Schulklassen die Aufführungen, besorgen Sie sich direkt (oder über ihre Homepage www.kieferer‐puppentheater.de) ihre Stücke oder eine der gut gemachten, offiziell anerkannten Lehr‐DVDs.


Dorle Dengg aber wünsche ich noch viele schöne und gesunde Jahre, in denen sie uns allen mit ihrem Kieferer Puppentheater Freude schenken kann.


Otto Lederer

Landrat des Landkreises Rosenheim


Projektarbeit mit dem Bund Deutscher Amateurtheater


Mit Beginn 2020 wurde das Kieferer Puppentheater in das Modellprojekt "Landluft 2.0" des Bundes Deutscher Amateurtheater aufgenommen. Hierbei handelt es sich um ein Vernetzungsprojekt mit innovativen Impulsen für Amateurtheaterbühnen im ländlichen Raum


Der Bund Deutscher Amateurtheater bewertete die Arbeit "Glück - Tief" des Kieferer Puppentheater folgendermaßen.


Motto:

Ohne sauberes Wasser ist kein Leben möglich!


Das Puppentheater Dorle Dengg betreibt das Puppentheater seit 1981 und verfasst ihre Theaterstücke selbst. Besonders wichtig ist ihr der lokale Bezug. Das Bayerische Kultusministerium sowie die Regierungen von Oberbayern und Unterfranken empfehlen die "Kasperlgeschichten aus dem Kieferer Puppentheater" als pädagogisch äußerst wertvoll, da sie Eigeninitiative und Kreativität wecken. Im Kieferer Puppentheater wird traditionelles und modernes Kasperltheater aufgeführt.


Der Ort:

Kiefersfelden liegt im bayerischen Teil des Unterinntals am Fuße des Kaisergebirges und direkt an der Grenze zu Tirol in Österreich. In Kiefersfelden leben 6821 Menschen. Die Umwelt des kleinen Dörfchens wird durch die Brenner- und Inntalautobahn zunehmend belastet.


Der Projektplan:

"Glück Tief - Abenteuer in der Wendelsteinhöhle" ist eine Umweltgeschichte. Sie handelt von kleinen Höhlenbewohnern, den Mikrioorganismen, die bereits seit der Eiszeit die Grundwasserreinigung übernommen haben. Erzählt wird diese Geschichte vom Kasperl selbst

Nach dem Erlebten soll Kindern zwischen 9 und 12 die Möglichkeit gegeben werden, zu basteln, zu malen oder etwas aufzuschreiben. Wichtiger Aspekt ist es somit, die Fantasie der Kinder anzuregen, sich mit selbstgebastelten Puppen Geschichten auszudenken und mit Sprache zu spielen. Gleichzeitig soll die Aufmerksamkeit der kleinen und großen Zuschauer auf die Umwelt gelenkt werden.


Hier finden sie den verkürzten Inhalt des Stückes "Glück - Tief" zum Nachspielen und selbst erweitern.